Können Tattoos gesundheitliche Folgen haben?

Tattoo Folgen

Coole, schöne Tattoo Schriftzüge sind seit einigen Jahren Trend. Ein Tattoo kann beispielsweise nach außen hin eine wichtige Botschaft ausdrücken. Nachdem einige Jahre lang Tattoos gar nicht groß genug sein konnten, sind aktuell winzige Tattoos angesagt. Weil Tattoos dauerhaft unter der Haut verbleiben, können Sie für die Gesundheit bedenklich sein. Der folgende Beitrag beantwortet die häufig gestellte Frage: Können Tattoos gesundheitliche Folgen haben?

Sind Tattoos ein Risiko für die Gesundheit?

Ein Tattoo kann perfekt verheilen und sich niemals negativ bemerkbar machen. Es kann aber auch krank machen. Die meisten Menschen allerdings bringen eine Jahrzehnte nach der Tätowierung auftretende Erkrankung nicht mit ihrem Tattoo in Zusammenhang, weil es der Tätowierung nicht ansehbar ist, dass im Laufe der Jahre die Inhaltsstoffe der Tattoo-Farben in ihren Körper eindringen. Ein gesundheitliches Risiko ist, dass bis dato nur wenige Schadstoffe als Inhaltsstoffe für Tattoo-Farben verboten sind.

Welche Spätfolgen Tattoo-Farben im Organismus auslösen, ist aktuell nur sehr unzureichend wissenschaftlich erforscht. Bewiesen ist, dass Abbauprodukte und/oder Farbpigmente in den Körper eindringen können. Nur für einen Bruchteil aller verfügbaren Farbpigmente liegen zum jetzigen Zeitpunkt Gesundheits-Bewertungen vor. Die Verbotsliste, erstellt von der deutschen Tätowiermittelverordnung, bietet deshalb nur minimale Sicherheit.

Gesetzliche Anforderungen für Tattoo-Farben sind innerhalb der EU ab Januar 2022 gültig. Ab diesem Zeitpunkt dürfen in den Tattoo-Farben keinerlei als erbgutschädigend oder krebserregend klassifizierten Inhaltsstoffe enthalten sein. Wünschenswert wäre es, wenn nur Hilfs- und Farbstoffe zugelassen sind, deren Unschädlichkeit bewiesen ist.

Welche gesundheitlichen Folgen können durch Tattoos verursacht werden?

Mangelnde Hygiene im Tätowierstudio beziehungsweise beim Stecher können schwere Infektionskrankheiten zum Beispiel Hepatis C oder HIV verursachen. Eine im Sommer des Jahres 2013 von der New York University durchgeführte Studie wurde mit dem Ergebnis abgeschlossen, dass Personen mit Tätowierungen häufiger an Hepatitis C erkranken als Nichttätowierte. Dieses Gesundheitsrisiko ist durch die Auswahl des Tätowierstudios/des Taetowierers reduzierbar.

Eine im Jahr 2009 in Studi Italien durchgeführte Studie beweist, dass in Tattoo-Farben Schwermetalle, zum Beispiel Eisen, Chrom, Kobalt und Titan enthalten sein können. Insgesamt wurden 13 Tattoo-Farben untersucht. In sämtlichen Farben wurden Nickel, Chrom, Kobalt und Kadmium gefunden. Mehrheitlich war in den untersuchten Farben auch Quecksilber enthalten.

Das Verbrauchermagazin ÖKO-TEST fand bei einem Test im 2012/2013 bei 20 getesteten Farben in jeder dritten Tattoo-Farbe krebserregende oder krebsverdächtige Inhaltsstoffe (Benzoisothiazolinon, Nickel, halogenorganische Farbstoffe, Formaldehydabspalter, Formaldehyd, aromatische Amine, Nitrosamine und Polycyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) in hoher Dosierung.

Einige dieser Stoffe schwächen laut einer Studie die Energieproduktionszentren in jeder Zelle und unterstützen die Entstehung von oxidativen Stress. Von der Haut können die Farb-Pigmente direkt in die Lymphknoten bewegen und sich dort ansammeln. Die Folge ist, dass überall im Körper Krebs entstehen kann. Wer sich trotzdem tätowieren lassen will, muss sein Tattoo besonders in der Heilungsphase nach dem Stechen sorgfältig pflegen, um Risiken zu minimieren.

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